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Stress: unterschätzt und doch so tiefgreifend


Standortbestimmung: Weshalb Stress im Rampenlicht der Medien und Wirtschaft steht, und was wir für eine gesunde Zukunft benötigen.


Stress, Resilienz und das Thema Burnout sind kochende Themen in unserer Gesellschaft.

Sie führen nicht nur in den Medien zu Gesprächsstoff , sondern dienen als Forschungsschwerpunkte in der Arbeit- und Organisationspsychologie.


Laut der Weltgesundheitsorganistation WHO, ist Stress die grösste Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert.



Diese Aussage findet Grundlage in zahlreichen Studien. Denn stressbedingte psychische Erkrankungen gehören zu den Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit.

Nicht zuletzt tragen diese Krankheitsbilder zur globalen Gesundheitsbelastung bei. (World Health Organisation. Fact sheet N 369; 22. März 2018 https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/depression, abgerufen am 10.08.2023)


Es gibt also Grund zur Sorge - und noch mehr zur Vorsorge und Prävention!



 

Wir unterschätzen unseren stressigen Alltag


"Es kostet mich Überwindung, doch ich hatte einen Burnout. Ich habe zu lange auf Dinge hingearbeitet von denen ich dachte, dass ich sie will. Doch ich durfte feststellen, dass ich sie nur will, weil andere dann besser von mir denken."


Diese Nachricht bekam ich vor einigen Wochen von einer Bekannten, 28 Jahre alt.

Und eine weitere Schulfreundin (29 Jahre) berichtete mir ähnliches. Sie arbeitete als Lehrerin...nun ist sie freigestellt und in Therapie.


Ich schreibe diesen Blog-Beitrag aus meiner Motivation, den Menschen die Augen zu öffnen!


Denn der Gedanke "Mich trifft das nicht!", ist der Anfang allen Übels.



Der Mensch im Stress


"Stress ist eine seelische und körperliche Reaktion auf Ereignisse in der Umwelt und in uns selbst, die wir als bedrohlich, unser Wohlbefinden einschränkend wahrnehmen, bewerten."

Hoffeld-Ernst (2008)


1936 übernahm Hans Selye den Begriff "Stress" aus der Physik. Dort bedeutet es Druck. (engl. Druck, Kraft von lat. stringere=anspannen)


Bei der Stressreaktion handelt es sich in erster Linie um eine vollkommen gesunde und natürliche Reaktion unseres Organismus auf Gefahr, die dem Menschen bereits zu Uhrzeiten das Überleben sicherte. Der menschliche Organismus besitzt die Fähigkeit, die nötige Energie für eine sofortige Flucht- oder Abwehrreaktion binnen Bruchteilen von Sekunden zur Verfügung zu stellen. Die Stressreaktion spielte damals nur eine kurzfristige Rolle. (zum Beispiel beim Kampf oder der Flucht vor Raubtieren)


Die biochemischen Abläufe sind uns von Uhrzeiten noch erhalten, aber das Leben und die Anforderungen unserer modernen Gesellschaft haben sich gravierend verändert.


Stress gilt immer noch als Statussymbol. Wer im Stress steht, gilt als wichtig und strebsam.


Wer sich jedoch viel Ruhe gönnt oder meditiert, gilt als faul und unproduktiv.

Auch die Skepsis und das Gefühl der Nutzlosigkeit bezüglich Entspannungsmethoden, Meditation oder Resilienz-Training, erschwert den gesunden Umgang mit Stress und eine nachhaltige Besserung des kollektiven Gesundheitszustandes.


Wer sich jedoch keine Regeneration gönnt und auf diesem Weg keine Stressbewältigung stattfindet, der setzt seinen Organismus zunehmend unter eine Dauerbelastung. Dies führt über einen längeren Zeitraum zwangsläufig zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko.



Burnout - keine Krankheit?!


1974 erschien der erste Artikel über das Thema Burnout-Syndrom von Herbert Freudenberger.

Er beschrieb darin die Definition von Burnout:


"Zustand der geistigen und körperlichen Erschöpfung, der durch das Berufsleben verursacht wird." - Betroffene können die Anforderungen im Berufsalltag mit ihren eigenen Ressourcen nicht mehr bewältigen und sind dauererschöpft.


Dies ist Folge einer Arbeitswelt, die seit Jahrzehnten kein Scheitern toleriert. Es geht um Effizienz, Erfolg und Gewinn. Zeit für Gefühle gibt es nicht.


Der Zustand und das Leiden eines Burnout ist extrem tiefgreifend und die Heilung dauert lange, da sie nicht mit Medikamenten behandelbar ist.


Die verbreitete Meinung ist, dass Arbeit nicht krank machen kann. Es sei nur eine Gemütsverstimmung oder "so eine Art Depression".


Tatsächlich ist der Burnout im deutschsprachigen Raum keine diagnostizierte Krankheit!

Die Diagnose lautet: Körperliche/psychische Erschöpfung.

Der Burnout, das Ausgebranntsein, ist dann eine Begleiterscheinung.


Doch es gibt Länder, in denen der Burnout als Berufskrankheit anerkannt ist: Frankreich, Schweden und die Niederlande. Dies hat natürlich weitreichende Folgen für Versicherungen etc., die in diesen Ländern im Falle eines Burnout greifen, in Deutschland und der Schweiz.....nicht!



Sind Arbeitsausfälle dem Stress geschuldet?


Laut Umfragen zufolge gehörten 2018 bereits 6 von 10 Arbeitsausfällen einer Diagnose von körperlicher Erschöpfung (Burnout) oder Depression an.

Grund dafür ist die heutige Arbeitswelt, denn die Anforderungen steigen stetig an. Dies bringt verstärkt eine psychische Belastung mit sich, der wir nicht gewachsen sind.


Dramatisch ist auch, dass die Medizin in diesem Bereich überfordert ist. Denn meist besteht auch keine Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und dem Arbeitgeber. Dies führt dazu, dass der behandelnde Arzt keine Kenntnis über die Arbeitssituation des Patienten hat. Was zur Folge hat, dass der Arbeitnehmer für zu lange krankgeschrieben wird. Doch wer dann mit einer Depression alleine zuhause sitzt, fällt oft noch viel tiefer. Denn es fehlt von heut auf morgen eine sinnvolle Beschäftigung.


Deshalb wäre es viel sinnvoller, dass Arbeitspensum zu verringern und zum Beispiel in eine Teilzeitstelle zu wechseln, als ganz Zuhause zu bleiben.


Die Stressprävention sollte auch unter folgendem Punkt in den Fokus gerückt werden:

Die Krankschreibung hat bei 2/3 der Fälle eine Kündigung zur Folge. Auch eine Reintegration findet oft nicht mehr statt. Denn eine Arbeitsunfähigkeit auf Grund von Burnout dauert doppelt so lange wie bei übrigen Krankheitsbildern.


Alarmierend sind auch die steigenden Zahlen der Burnout-Betroffenen in jungen Jahren. 70% der Invalidenrenten bei jungen Menschen sind psychische Gründe.


Und nicht zu unterschätzen sind auch die wirtschaftlichen Konsequenzen. Denn Arbeitsausfälle kosten die Schweiz aktuell 10 Milliarden Franken (Absenzen, Produktionsausfälle, Renten der Invalidenversicherung).



Was wir daraus lernen sollten


Unser Organismus ist nur bedingt für langfristige Stresssituationen geschaffen. Multitasking und fehlende Pausen sind eine bereits langanhaltende Modeerscheinung. Der Mangel an Regeneration über einen gewissen Zeitrum schwächt den Organismus und kann zu irreversiblen Schädigungen führen.


"Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer."

Ovid, römischer Epiker, 43 v. Chr. – 17 n. Chr.


Um eine ganzheitliche Entspannung für Körper, Geist und Seele zu erreichen, helfen eine Vielzahl von Entspannungsverfahren.


Als Mentaltrainerin und Entspannungstherapeutin ist es mir ein Anliegen, Menschen an ihrem Weg zu ganzheitlicher Gesundheit und Wohlbefinden zu unterstützen.

Dabei möchte ich den Ansatz eines Ganzheitlichen Coachings vermitteln. Denn unsere Gesundheit ist von einem balancierten Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele abhängig.


Dies sind meine drei fundamentalen Werte: Achtsamkeit, Entspannung & Selbstverwirklichung.


Um den ersten Schritt in deine ganzheitlich gesunde Zukunft zu gehen, und präventiv dem Stress vorzubeugen, komm gerne in einen meiner offline oder online Kurse.

Ich biete ein breites Spektrum von Entspannungsverfahren, Resilienz-Trainings, Natur-Mental-Trainings und Natur-Auszeiten an.


Ich freue mich dich kennenzulernen und bedanke mich für deine Zeit.


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Alles Liebe,

Verena 💗




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